Kontor Beuggen

faith art community

Was KONTORE einst in den Hansestädten waren, sind heute Ateliers, Konferenzorte und digitale Netzwerke. Damals wurden Waren aus aller Welt vorgestellt, ausgetauscht und weitergetragen. Das kirchliche StartUp „KONTOR BEUGGEN“ adaptiert dieses Motiv ins Heute und verschafft performativem Austausch über Lebenswertes Raum. Auf der Suche nach experimentellen Formen von Spiritualität laden wir ein, zur bereichernden Beteiligung. Dabei stellen wir die „Lagerware“ der Bibel und des Christentums zur Disposition. In Events, Ausstellungen, Exkursionen und Dialogformaten spüren wir gemeinsam den Fragen unsrer Zeit nach. Die entstehende Community – mehr oder weniger verbindlich organisiert – entwickelt die Interaktionen frei und impulsiv nach ihren Vorstellungen.

Im Torhaus von Schloss Beuggen hat das KONTOR BEUGGEN seine Base: Arbeitszimmer, Konferenzraum, Atelier und eine experimentelle Kapelle. Von hier aus koordiniert sich die KONTOR COMMUNITY.

Kontor Beuggen

Kontor Kapelle

Die Kontor-Kapelle im Turmhaus von Schloss Beuggen wird zum experimentellen Raum, um Glauben Ausdruck zu verleihen. Bei der LifeART Eröffnungsserie haben verschiedene Künstler erstmals diesen Raum gefüllt, indem sie ihre „Kunst zu leben“ zum Ausdruck gebracht haben. 

Kontor Beuggen

Kontor Atelier

Story folgt…

Kontor Beuggen

Kontor Konferenzraum

Story folgt…

Historie

Geschichtsabriss

von Karl-Wilhelm Frommeyer, Vorsitzender Förderverein Schloss Beuggen e.V.

Schloss Beuggen geht zurück auf eine Schenkung einer (baufälligen) Burg und Ländereien am Rhein, an einer Biegung des Flusses – daher „Beuggen“. Die Schenkung des Burgvogt Ulrich von Liebenberg im Jahre 1246 an den Deutschen Orden wurde durch Zustiftungen ergänzt und ermöglichte einen Neubau in Halbkreisform. Etwa 200 Jahr war es der Sitz des Landkomturs. Im Jahre 1525 wurde die Anlage bei einem Bauernaufstand stark zerstört und in Verantwortung des Komturs Georg von Andlau erweitert und erneuert. In der Zeit danach wird mehrfach umgebaut und erweitert, die heutige Barockgestalt erhielt das Schloss in den 1750-er Jahren durch den Ordensbaumeister Johan Caspar Bagnato. Der Deutsche Orden wird 1806 aufgelöst, das Schloss fällt an den badischen Großherzog, der es 1820 zunächst verpachtet, schließlich verkauft, damit ein Verein in Basel dort eine Ausbildungsanstalt für Lehrer und ein Kinderheim einrichtet.
Lehrerausbildung und Kinderheim waren eine Reaktion auf die Verelendung von Kindern als Kriegs- oder Industrie-Waisen nach den napoleonischen Kriegen und infolge der Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Das Kinderheim bestand bis in das Jahr 1980. Ab 1982 nahm die „Evangelische Tagungs- und Begegnungsstätte Schloss Beuggen“ ihren Betrieb auf, renovierte und investierte und übernahm bis zum Jahr 1996 alle Gebäude des Areals. Im Jahr 2006 erwarb die Kommunität Beuggen zwei Gebäude, die übrigen Gebäude und das zugehörige Areal wurden im Jahr 2016 an einen privaten Investor verkauft.